Wie oft an einem Tag benutzt ihr Suchmaschinen? Oder woher holt ihr euch die Informationen, per Follower-Power in Sozialen Netzwerken? In nur 20 Jahren scheint es so, dass wir uns an Google und co. gewöhnt haben.

Eine Umfrage in unserer App ask mAsk hat ergeben, dass unsere User im Durchschnitt über 12 Mal pro Tag eine Information googeln. Die 360 Befragten sind in diesem Fall nicht repräsentativ und bereits sensibilisiert im Bereich «Daten & Suchmaschinen», schliesslich benutzen diese Personen eine Alternative – unsere App, welche Antworten von Menschen liefert.

Und dennoch werden wir das Gefühl nicht los, dass dieses Ergebnis – 12 Mal googeln pro Tag – auf sehr viele Menschen zutrifft.

Es ist klar: für Informationen, wie wo ist was oder wie kommt man von A nach B oder was passierte wann und wer ist XY, liefert das Internet jegliche Art von Information. Das ist auch gut so.

Wo holt ihr aber eure Informationen, wenn ihr eine Empfehlung, Beratung, Meinungen oder Hilfe braucht – in eurer Facebook Timeline? Wie sieht es aus, wenn es nicht einfach um eine banale Information geht, sondern um ein Thema, dass euch persönlich (be)trifft?

Heute liefern z.B. Foren jegliche erdenkbare Ratschläge, Diagnosen und Wundermittel – alles öffentlich, mit kleinen Chancen zur Verifizierung und ein Tummelplatz für Kommentarwütige.

Weltweit wird über 40’000 Mal pro Sekunde gegoogelt. Wir wollen die Frage in den Raum stellen, warum wir uns auf diese Informationsquellen verlassen. Ist uns bewusst, dass wir dabei Daten preisgeben und Suchresultate keine Antworten sind, sondern algorithmusbasierte und vermarktete Informationen?
Wir sind der Überzeugung, dass es im Netzt mehr denn je um Menschen gehen sollte: Technologie nutzen, statt von Technologie benutzt werden.

Wir lancieren ein Experiment:

Für unser Experiment suchen wir Firmen, Organisationen oder Privatpersonen, welche bereit sind, für jedes «Googeln» einen Franken zugunsten von «Jeder Rappen zählt!» (JRZ) zu spenden. «JRZ» steht in diesem Jahr unter dem Moto:

Sammeln für Bildung – Eine Chance für Kinder in Not. Laut UNO gehen weltweit 59 Millionen Kinder nicht in die Grundschule. Aber Bildung und Ausbildung sind genau die Instrumente, um Kindern und Jugendlichen eine Zukunft zu ermöglichen und sie zu aktiven und produktiven Mitgliedern der Gesellschaft werden zu lassen.

Bildung ist auch die Grundlage, um mit den digitalen Herausforderungen unserer Zeit umgehen zu können: Woher holen wir uns Informationen und welchen Preis bezahlen wir dafür? Woher stammen die Informationen und wer steckt hinter den Angeboten von Suchmaschinen und Sozialen Netzwerken? Sind wir uns bewusst den Zusammenhängen bewusst zwischen Informationsangebot und wirtschaftlichen und politischen Absichten?

 

Auf diese Weise möchten wir darauf aufmerksam machen, dass wir bei der digitalen Suche vor der Wahl stehen: Entweder wir füttern die bestehenden Suchmaschinen weiterhin «kostenlos» mit unseren Daten oder wir suchen und nutzen alternative Möglichkeiten für eine digitale Suche – beispielsweise die App mAsk.

Benutzen wir Google, wenn wir jedes Mal etwas dafür bezahlen müssten? Damit wollen wir experimentieren, mit euch zusammen.

ABLAUF

Ihr meldet euch auf unserer Website für das Experiment an (https://www.askmask.ch/teammask-sammelt-fuer-jrz/).

Alle Teilnehmer erklären sich bereit, vom Start bis zum JRZ-Finale einen Franken für jedes Benutzen einer Suchmaschine wie Google in die Spendenkasse vom Team ASKMASK einzuzahlen.
Einmal angemeldet fürs Experiment, erhält ihr eine Liste, auf der ihr als Firma oder Einzelperson die Anzahl «Suchen via Suchmaschine» erfassen sollt. Ähnlich wie bei einem Sponsorenlauf. Auf unserer Website seid ihr ersichtlich, genauso wie hoch der gesamte Spendenbetrag bereits ist. Am Schluss bringen wir gemeinsam die ausgefüllten Zettel zur Glasbox mit dem Spendenbetrag. Unser Ziel ist es in die redaktionelle Berichterstattung vom SRF3 zu gelangen.

Wir freuen uns auf euch!